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14.10.2009 |
ZU: IN UCKLEY IMMER NOCH
ALLES OFFEN, 7.10., S.13 Nur ein Investor kann Uckley vor
dem Verfall retten
Am 30.
Juli 2007 legte der Bürgermeister der
Stadtverordnetenversammlung den Beschlussvorschlag vor, für
die Zukunft des neugegründeten Vereins „Sport- und
Begegnungsstätte Uckley“ Fördermittel beim Bund, Land und
Landkreis einzuwerben und mit 600 000 Euro die
Kofinanzierung durch die Stadt zu sichern. Ludwig hatte
dieses Angebot bereits am 17. Januar 2007 ohne Absprache mit
dem Stadtrat dem Bundesministerium für Verkehr, Bauen und
Wohnungswesen mitgeteilt.
Der Kämmerer bewertete die Kofinanzierung zu diesem
Zeitpunkt als nicht darstellbar. Der Stadtrat forderte die
Vorlage eines Betreiberkonzeptes bis zum 31. August 2007.
Die Beratung des Konzeptes durch die SVV am 24. September
2007 zeigte weiteren Informationsbedarf. Weitere vorgelegte
Gutachten stellten einen Investitionsbedarf bei der
Sanierung und Modernisierung in Höhe von 4,18 Millionen Euro
fest.
Der Hauptausschuss lehnte deshalb die Bereitstellung der
Kofinanzierung für Uckley wegen fehlender Tragfähigkeit ab.
Am 26. November 2007 beschlossen SPD, CDU und Die Linke im
Stadtrat trotzdem die Bereitstellung von 100 000 Euro zur
Kofinanzierung der Bundesförderung – ohne die Zustimmung von
FDP und Bürgerbündnis.
Damit war die Durchleitung der Bundesförderung über die
Stadt KW an den Verein förderrechtlich gesichert. 1,615 Mio
Euro standen für die Sanierung des Haupthauses und der
Schwimmhalle bereit.
Der im April 2009 vom Bürgermeister verhängte Baustopp
erfüllt den von der SVV geforderten Bauüberwachungsauftrag.
Ludwig und seine Partei (Die Linke) treibt nun auch die
Sorge um, dass „Millionen Steuer-Euros“ in das von
aussagekräftigen Gutachten als nicht tragfähig bewertete
Konzept der Uckley-Sanierung geflossen sind. Hier verdrängt
Die Linke, dass Ludwigs Teilversprechen, 100 000 Euro als
Kofinanzierung der Stadt, erst die Bundesförderung,
organisiert von Dr. Peter Danckert, fließen ließ. Danckert
und Hartmut Linke von der SPD werfen Ludwig Wortbruch vor,
weil seine anfängliche Zusage von 600 000 Euro aus dem
Stadthaushalt nicht erfüllt wurde. Kenner des Projektes
Uckley rechnen gegenwärtig mit Gesamtkosten von 7 bis 8
Millionen Euro, ohne die kommunalen Kosten für eine längst
fällige Straßensanierung nach Uckley.
Gegenwärtig beschäftigen sich die Rechnungsprüfungsämter der
Stadt Königs Wusterhausen und des Landkreises mit der
förderrichtlinienkonformen Verwendung der Fördermittel durch
den Verein. Ausstehende Lohnzahlungen an Mitarbeiter und
offene Rechnungen für Bauleistungen sind kein Zeichen für
eine solide und zukunftsträchtige Betriebsamkeit in Uckley.
Die Entlassung des Geschäftsführers ist ein „Bauernopfer“
und verschleiert die fehlende Tragfähigkeit des vorliegenden
Betreiberkonzeptes. Uckley will zukünftig das gleiche
Marktsegment wie die Sportschule Blossin und die Kieze
Hölzerner See/ Frauensee bedienen. Was soll das? Nur ein
Investor mit finanziellem Rückhalt und einem tragbaren
Konzept kann Uckley vor dem Verfall bewahren.
Deshalb forderten die Mitglieder der FDP die
Stadtverordneten seit Mai 2007 dazu auf, der Vermarktung des
Objektes Uckley zuzustimmen. Bisher ohne Erfolg. Vielleicht
ändert sich das demnächst.
RAIMUND
TOMCZAK
FDP-Königs Wusterhausen
Quelle: Märkische
Allgemeine, Dahme Kurier, 14.10.2009
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