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10.04.2010

Sorge vor Chaos rund um den Bahnhof verkehr Haltestellen und Parkplätze gefordert

KÖNIGS WUSTERHAUSEN Ein „Aktionsbündnis gegen Verkehrschaos“ hat gestern am Bahnhof in Königs Wusterhausen Flugblätter verteilt. Das Bündnis fordert die Deutsche Bahn auf, zusätzliche Bushaltestellen auf dem ehemaligen Güterbahnhof an der Storkower Straße zu schaffen. Außerdem sollen auf dem dahinter liegenden Bahngelände zusätzliche Parkplätze bereitgestellt werden.

Gewerbetreibende wollen mit der Aktion vor einem Verkehrschaos warnen, das nach ihrer Ansicht durch die einjährigen Sperrung der Bahnstrecke nach Lübbenau ab 3. Mai droht. Sie glauben, dass bisher zu wenig getan wurde, um einen möglichst reibungslosen Verkehrsablauf trotz Sperrung zu gewährleisten. „Weitere Aktionen werden folgen. Wir wollen Druck machen, damit das Leben in der Innenstadt keinen Schaden nimmt“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbevereins, der Landtagsabgeordnete RAIMUND TOMCZAK. Händler befürchten, dass ein Verkehrschaos die Kunden abschreckt und deutlich weniger Leute zum Einkaufen kommen werden. Vom Landkreis und von der Landesregierung erhoffen sie sich Unterstützung für die Forderungen an die Bahn. Vertreter des Unternehmens hatten zuletzt eine Zuständigkeit für zusätzliche Verkehrsmaßnahmen rund um den Bahnhof Königs Wusterhausen von sich gewiesen. Es seien keine Maßnahmen vorgesehen, die über die Planungen des Schienenersatzverkehrs hinausgehen, hieß es.

Die Bahnstrecke nach Lübbenau wird ab Mai für ein Jahr voll gesperrt. Die Strecke wird ausgebaut, damit Züge künftig mit Tempo 160 fahren können. paw

 

Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 10.04.2010