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09.10.2009 |
Kreis prüft Bau einer
Ampel an Schleuse Kontroverse um Lage in Neue Mühle
LÜBBEN
Der Landkreis hat ein neues Gutachten zur Verkehrssituation
an der Schleuse in Neue Mühle in Auftrag gegeben. Es soll
unter anderem geprüft werden, ob die Errichtung einer
zusätzlichen Ampel für Fußgänger und Radfahrer notwendig
ist, damit sie die Straßenbrücke sicherer überqueren können.
Darüber informierte Landrat Stephan Loge (SPD) am Mittwoch
im Kreistag in Lübben. Die FDP-Fraktion hatte daraufhin
ihren Antrag zum Bau einer Ampel zurückgezogen und einer
Überweisung in Fachausschüsse zugestimmt. Dort soll über das
Thema weiter beraten werden, wenn das Ergebnis des
Gutachtens vorliegt. „Uns geht es darum, dass die untragbare
Situation im Interesse der Bürger gelöst werden kann“, sagte
FDP-Fraktionschef RAIMUND
TOMCZAK.
An der Schleuse müssen sich inzwischen Radfahrer und auch
Fußgänger die schmale Straßenbrücke mit den Autos teilen,
weil der Überweg seit April 2008 gesperrt ist. Im Kreistag
gab es eine Kontroverse darüber, wer für die Lage
verantwortlich ist. Der Kreis verwies auf die
Zuständigkeiten der Stadt und des Landes. Wegen der
„Sensibilität der Thematik“ habe man nun aber das 20 000
Euro teure Gutachten selbst beauftragt, wie Loge sagte.
Zugleich betonte er, dass der Kreis „nicht auf Dauer“
Probleme lösen könne, die vor Ort angesiedelt seien.
SPD-Fraktionschef Martin Wille äußerte sich ähnlich. „Erst
mal ist der Königs-Wusterhausener Bürgermeister zuständig,
aber wir können uns nicht drücken.“
CDU-Abgeordnete Sabine von Platen widersprach dem teilweise.
„Wenn Bürger kommen und uns ansprechen, können wir nicht
immer sagen, das ist nicht unsere Verantwortung“, betonte
sie. Auch wenn es andere Zuständigkeiten gebe sei es die
Aufgabe des Landrates, unterstützend für die Gemeinden
einzugreifen. Sie sehe ihre Aufgabe als Abgeordnete,
Probleme der Bürger zu lösen und im Kreistag auch
anzusprechen.
Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 09.10.2009
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