ORANIENBURG Für den
inoffiziellen Titel „Bomben-Hauptstadt“ ist Oranienburg weit über seine
Stadtgrenzen hinaus bekannt. Dass sie den Namen zu Recht trägt, beweisen nun
wieder einmal Zahlen der Landesregierung, die sie jüngst in einer Antwort auf
eine kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten
Rainer Tomczak veröffentlichte.
Demnach lag Oranienburg bei der Zahl von Bombensondierungen durch den
Kampfmittelräumdienst oder private Fachunternehmen in den vergangenen zehn
Jahren mit großem Abstand landesweit an der Spitze. Allein in diesem Jahr gab
es bis zum 20. September 101 Sondierungen, seit dem Jahr 2000 waren es 1594.
Das waren mehr als fünfmal so viele Einsätze wie in den drei anderen nachhaltig
von Bomben betroffenen märkischen Städten Potsdam, Brandenburg an der Havel und
Neuruppin zusammen. Dort gab es seit 2000 gerade mal 293 Kampfmittelsondierungen.
In der nach Oranienburg am stärksten betroffenen Stadt Potsdam waren es 173.