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14.04.2010

Kein Geld für zusätzliche Parkplätze

KÖNIGS WUSTERHAUSEN Eine finanzielle Unterstützung vom Land für die Errichtung zusätzlicher Parkplätze an den Bahnhöfen in Königs Wusterhausen und Wildau während der Sperrung der Bahnstrecke nach Lübbenau ab Mai wird es nicht geben. Das hat der zuständige Minister Jörg Vogelsänger auf eine Anfrage des Königs-Wusterhausener FDP-Landtagsabgeordneten RAIMUND TOMCZAK mitgeteilt.

„Die Ordnung des ruhenden Verkehrs ist Aufgabe der Kommunen“, antwortete der Minister. Das Land unterstütze zwar Bemühungen, den Umstieg vom Individualverkehr auf den Personennahverkehr zu erleichtern. Gefördert mit bis zu 200 000 Euro würden jedoch nur Maßnahmen, „deren Nachhaltigkeit in der Regel 20 Jahre gegeben ist.“ Eine negative Antwort gab es auch auf TOMCZAKs Frage, ob die Deutsche Bahn „im Zusammenwirken mit dem Verkehrsverbund VBB“ aufgefordert werden könne, sich an zusätzlichen Verkehrssicherungsmaßnahmen in den Gemeinden zu beteiligen. Laut Minister gebe es dafür keinen rechtlichen Anspruch der Kommunen an einer Kostenbeteiligung der Bahn.

TOMCZAK, der auch Stadtverordneter in Königs Wusterhausen ist, hatte in der Anfrage vor möglichen Folgen der Streckensperrung gewarnt. „Die geplanten Umleitungen und der Schienenersatzverkehr wird viele bisherige Bahnnutzer dazu veranlassen, das eigene Auto zur Fahrt in S-Bahnnähe zu nutzen. Die Bahnhöfe Königs Wusterhausen und Wildau sind bereits gegenwärtig völlig verkehrsüberlastet, für zusätzliche Parker steht im Innenstadtbereich kein Platz zur Verfügung“, schrieb er.

Ein „Aktionsbündnis gegen Verkehrschaos“ hat kürzlich in Königs Wusterhausen eine Kampagne für mehr Parkplätze in Bahnhofsnähe gestartet (MAZ berichtete). Die Stellflächen könnten hinter dem ehemaligen Güterbahnhof bereitgestellt werden, so der Vorschlag. In dem Bündnis haben sich Gewerbetreibende der Stadt zusammengeschlossen. Sie fürchten um Kunden. Die Bahnstrecke nach Lübbenau soll ab Mai für ein Jahr gesperrt werden. Sie wird für Tempo 160 ausgebaut. paw
 

Quelle: Märkische Allgemeine, Dahme Kurier, 14.04.2010